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«Kunst und Individualität schmieden»

Kunstschmieden

Kunstschmiedearbeiten der Spitzenklasse

Das Schmieden ist eine uralte Kunst, die sich in verschiedensten Teilen der Erde unterschiedlich entwickelt hat. Verschiedene Funde belegen, dass bereits mehrere Tausend Jahre v. Chr. unter Zuhilfenahme großer Kräfte und Wärme Metalle bearbeitet wurden. Das Schmieden von Waffen und Werkzeugen aus Metall machte diese besonders haltbar. Schwierigkeiten beim Schmieden von Gegenständen bereitet jedoch immer die Präzision, die nur durch Übung erlernt wird.

Kunstschmiedearbeiten der Spitzenklasse

Nicht nur die Technik des Schmiedens hat sich in den Jahrtausenden deutlich gewandelt, sondern auch der Einsatzzweck der Schmiedekunst. Heute nutzen wir sie viel mehr zur Anfertigung von dekorativen Erzeugnissen aus Metall. Daher kommt auch der Begriff "Schmiedekunst", weil die in mühsamer Kleinstarbeit gefertigten Einzelstücke tatsächlich den Wert eines Kunstwerkes erlangen.

Der Begriff „Schmiedekunst“ beschreibt die Herstellung von feinen Alltagsgegenständen aus Metall durch diverse Schmiedeverfahren. Die Schmiedekunst unterscheidet sich vom einfachen Schmieden dadurch, dass die so hergestellten Metallarbeiten einen künstlerischen Wert erlangen und somit zu Kunstwerken werden.

Die Schmiedekunst ist in der architektonischen Außen- und Innengestaltung durch eine jahrhundertelange und reiche Tradition geprägt. Diverse politische, soziale und modische Ereignisse der europäischen Geschichte haben ihre künstlerische Verwirklichung in den filigranen Mustern der Metallbalkone und -gitter, fein ausgestalteten Überdachungen, grazilen Treppengeländer und ausgefallenen Leuchten sowie der Kaminverkleidungen gefunden. Die kunstgeschmiedeten Objekte sind in der modernen Geschichte das Symbol des erlesenen Geschmacks des Gestalters und die Entscheidung für die unvergänglichen, modeunabhängigen Traditionen sowie für die witterungsbeständige, pflegeleichte hohe Qualität.

Wie jede Kunstrichtung hat auch die Schmiedekunst ihre historischen gestalterischen Stilrichtungen entwickelt. Damit Sie sich für ein Muster entscheiden können, das Ihrem Geschmack und der sonstigen Innen- oder Außenarchitektur Ihres Objektes am meisten entspricht, haben wir für Sie ein kurzes Stil-Exposé gestalterische Stilrichtungen vorbereitet .

Beispiele für die künstlerische Nutzung des Schmiedens sind alte geschmiedete Tore, historische Balkongeländer oder Kronleuchter für den Außenbereich. Derartige Erzeugnisse fordern eine enorme Präzision, die nur durch umfassende Erfahrungen erlangt wird. Es gilt also damals wie heute: Schmieden ist eine Kunst, bei der noch kein Meister vom Himmel gefallen ist. Deshalb bringen wir bei jedem Auftrag die Erfahrungen vieler vorangegangener Projekte mit ein.

Entwicklung der Schmiedekunst

Neben der Herstellung von haltbaren Bedarfsgütern aus Eisen setzte sich die Schmiedekunst auch schnell in der Herstellung von kunstvollen Objekten durch. Ein sehr bekannter Fund im Bereich der Schmiedekunst mit einem Alter von etwa 4000 Jahren ist die Himmelsscheibe von Nebra. In der griechischen Mythologie existiert mit Hephaistos sogar der Gott des Feuers und der Metallkunst.

Entwicklung der Schmiedekunst

Im kunsthandwerklichen Bereich wurden schon früh aus verschiedenen Edelmetallen dekorative Utensilien sowie Schmuck geschmiedet. Bereits in der Eisenzeit war das Kunstschmieden sehr weit verbreitet. Diese Popularität zog sich durch die verschiedenen Epochen hindurch. Das Schmieden von Leuchtern und Gittern beispielsweise entstand in der Antike. Im Barock hingegen wurde erstmals Schmiedeeisen für Geländer genutzt, wie es heute noch von Kunstschmieden angeboten wird.

Der Beruf Kunstschmied existiert zwar in dieser Form in Deutschland heute nicht mehr, ist aber im Metallbauer Fachbereich Materialgestaltung mit eingegliedert. Viele gelernte Metallbauer dieser Fachrichtung bezeichnen sich selbst aus historischen Gründen als Schmied. Zusätzlich existieren zahlreiche Spezialisierungen im Bereich des Schmiedehandwerks vom Goldschmied bis zum Waffen- oder Werkzeugschmied. Auch der weit verbreitete Familienname "Schmidt" entstand aus der Ableitung der Berufsbezeichnung Schmied.

Schmiedekunst im 21. Jahrhundert

Die Schmiedekunst ist keinesfalls eine vergessene Kunst. Auch heute noch fertigen wir Tore, Geländer, Zäune, Leuchter oder französische Balkone aus Schmiedeeisen an. Dabei stellt jedes unserer Projekte am Ende ein Unikat dar, welches in dieser Form an keinem anderen Ort der Welt existiert. Obwohl sich die Technologie besonders in den letzten hundert Jahren weiterentwickelt hat, ist immer noch ein hohes Maß an Erfahrung nötig, um Schmiedearbeiten auszuführen.

Ein jüngerer Zweig der Schmiedekunst stellt die Restauration dar. 

Viele großartige Bauwerke wurden vor mehreren hundert Jahren geschmiedet und jedes Metall ist in gewissem Umfang anfällig für Oxidationsreaktionen. Zur Erhaltung dieser Arbeiten spezialisieren sich einige Schmiede auf die Restauration alter Schmiedekunstwerke. 

Unsere Unternehmensstrategie fußt auf der Weiterentwicklung der Kunst des Schmiedens, die die vergessenen traditionell manuellen Herangehensweisen an die Metallverarbeitung wieder aufleben lässt; auf diese Weise restaurieren wir das geschmiedete Erbe, verschönern die Häuser und die Stadtobjekte mit neuen Schmiedearbeiten und bauen stets auf der Erfahrung, dem Können und der Architekturkenntnis der alten Meister auf.

Bekannte deutsche Schmiede

Die Schmiedekunst hatte es im Lauf ihrer Geschichte nicht immer einfach. Das Schmieden ist aufwändig, der Schmied brauchte eine umfassende Erfahrung und die Qualität konnte dennoch schwanken. Aufgrund besser kontrollierbarer Prozessbedingungen wurde das Schmieden deshalb am Anfang des 19. Jahrhunderts durch den Eisenguss stark verdrängt. Besonders die niedrigeren Kosten machten das Gießen damals attraktiver.

Bekannte deutsche Schmiede

Auch wenn die Handarbeit Anfang des 20. Jahrhunderts im Zuge der Industrialisierung weiter in den Hintergrund rückte, schafften es einige Kunstschmiede mit ihren Werken, aus der Masse herauszustechen. Ihre Werke zieren bis heute öffentliche Plätze, Kirchen, Museen und Denkmäler. Jüngere Schmiede halten diese Werke durch gewissenhafte Restauration in Ehren.

Fritz Kühn (1910 - 1967)

Der Sohn eines Schmiedes absolvierte zuerst eine Lehre zum Werkzeugmacher. Sein Vater eröffnete 1925 die Kunstschmiede Arthur Kühn, die bis heute unter geändertem Namen besteht. Fritz Kühn absolvierte 1937 seine Meisterprüfung zum Schmied und eröffnete eine Werkstatt, die während des zweiten Weltkrieges zerbombt und später wiederaufgebaut wurde. Kühns Werkstatt mitsamt ihren Angestellten spielte eine wichtige Rolle beim Wiederaufbau Berlins und seine Werke erlangten auch in der späteren DDR noch Berühmtheit. 

Rüdiger Roehl (*1942)

Rüdiger Roehl absolvierte eine Ausbildung als Kunstschmied in der Werkstatt von Fritz Kühn. Anschließend schloss er ein Studium der Bildhauerei Fachrichtung Materialgestaltung an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein ab. 1973 eröffnete er eine Werkstatt in Berlin-Bohnsdorf. Seine Werke entstanden und entstehen überwiegend in Berlin. Dazu gehören beispielsweise das "Mahnmal für Treptower Maueropfer" oder die " Kunstinstallation Steckenpferd träumt mit dem Regenbogen".

Paul Zimmermann (*1939)

Zimmermann schloss zunächst eine Lehre als Kunstschlosser ab und erhielt eine Auszeichnung für begabte Studenten. Nach einigen Jahren Berufspraxis schloss er 1963 die Meisterprüfung ab und eröffnete seine Werkstatt, das "Atelier Zimmermann" in Pliezhausen. Seine Philosophie lautete immer: "Form ist Einschränkung - Design ist Offenbarung". Heute ist Zimmermann besonders für seine skulpturähnlichen Grabzeichen bekannt. Seine Werke gingen unter anderem in den Besitz von Richard von Weizsäcker und Helmut Kohl über.

Bekannte Schmiedekunstwerke in Deutschland

Für den Laien ist der Unterschied zwischen einem geschmiedeten und einem gegossenen Metallstück auf den ersten Blick wenig bis überhaupt nicht ersichtlich. Spezialisten auf diesem Gebiet jedoch erkennen den Unterschied genau. Wir stellen ein paar der beeindruckenden und bekanntesten Schmiedearbeiten in Deutschland vor.

Umzäunung des Dresdner Residenzschlosses

Das Dresdner Residenzschloss aus dem 16. Jahrhundert ist bei den meisten Touristen in erster Linie für seine fünf Museen bekannt. Die Bombardierung Dresdens 1945 zerstörte allerdings große Teile der Stadt und auch des Schlosses, wodurch es viele Jahre brach lag. Erst nach der Wiedervereinigung begann die umfangreiche Sanierung.

Die Zäune des Schlosses, welche während der Umbaumaßnahmen zwischen 1890 und 1902 gestaltet und gefertigt wurden, sind bis heute zu großen Teilen im Original erhalten. Besonders beim Eingangstor wurde während der letzten Sanierung 2004 ein großer Wert darauf gelegt, möglichst viele Originalteile dieser historischen Meisterarbeit zu erhalten. Besonders am Tor sind die Verzierungen auffällig, die sich wie Efeuranken das Tor hinauf winden. Die übrigen Zaunteile wurden, soweit erhalten, ebenfalls original aufbereitet.

Eingangstor Tor des KZ-Buchenwald

Das Konzentrationslager Buchenwald erlangte in der NS-Zeit eine traurige Berühmtheit, die bis heute anhält und es zu einem der wichtigsten Mahnmale des Nationalsozialismus macht. Über 50000 Menschen verloren dort während des Krieges ihr Leben. Besonders das gefängnisartig anmutende Metalltor zum Lager mit der Inschrift "Jedem das Seine" ist in den Geschichtsbüchern häufig zu finden. Dieses Tor mit dem die Insassen verspottenden Schriftzug ist ein geschmiedetes Werk des deutschen Franz Ehrlich.

Die Besonderheit: Ehrlich war zum Zeitpunkt des Torbaus aus politischen Gründen selbst in Buchenwald inhaftiert. Aufgrund seiner Ausbildung im Bauhaus Dessau wurde er für den Entwurf des Tores gewählt. Es besteht vom Rahmen bis zum Schlosskasten komplett aus Metall. Die Inschrift setzte er auf Befehl der Nazis auf das Tor. Einen Seitenhieb verpasste er der Lagerführung mit der Wahl der Schriftart des Bauhauses, die von den Nazis bereits vorher als entartet eingestuft wurde.

Die Schmiedekunst als wiederentdecktes Handwerk

Das Schmieden in seiner Urform existiert seit mehreren Tausend Jahren. Obwohl in dieser Zeit neuere Verfahren eingeführt wurden, die weniger Zeit benötigen und damit Kosten sparen, hat sich die Schmiedekunst durchgesetzt und wird bis heute praktiziert. Besonders verzierende Architekturobjekte wie Tore, Kronleuchter oder historische Balkongeländer werden meist in höchster Präzision geschmiedet.

Die Handwerkskunst des Schmiedens sticht die meisten neueren Verfahren in Sachen Flexibilität aus. Beim Gießen beispielsweise muss immer eine Form gefertigt werden, um dann viele Teile in gleicher Qualität fertigen zu können. Unsere Kunstwerke hingegen werden immer Vorort nach Wünschen des Kunden umgesetzt und nicht industriell auf einer Fertigungsstraße produziert. Das macht die Arbeiten nicht nur materiell wertvoller, sondern vermeidet auch lästige Nacharbeiten durch Abweichungen von der Norm.

Der größte Vorteil an unseren Schmiedearbeiten ist und bleibt aber natürlich deren Einzigartigkeit. Wir besitzen keine Lager mit vorgefertigten Teilen. All unsere Geländer, Möbelstücke, Gitter, Briefkästen, Kronleuchter und Überdachungen werden auf persönlichen Wunsch gefertigt. Das Merkmal eines Unikates ist schließlich, dass es in dieser Form kein zweites Mal existiert.


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